Mittwoch, 12. März 2014

Gregoritag

Weht am Gregoriustag (12.3.) der Wind, noch vierzig Tage windig sind. (Bauernregel)
Mit dem "Gregoritag" tritt oft tatsächlich ein sehr scharfer Ostwind ein, der bis zum Georgitag (24. April) weht. Der Landmann sieht ihn gern, weil er dem zu sehr auftrocknenden "warmen Wind" (Scirocco - Föhn) die Stange hält und die zu rasche Entwicklung des Pflanzenwuchses hemmt. In früherer Zeit stieg man sogar auf die Bäume, um das ersehnte Eintreffen dieses Windes zu erhorchen.

Am Gregoritag wurde früher das Vieh zum ersten Mal auf die Weide getrieben; die Kinder bekamen häufig schulfrei, weil sie helfen mussten. Das Gregoriusfest, ein Schul- und Kinderfest, soll Papst Gregor IV angeregt haben. Zum Schluss der Winterschule - die Kinder wurden im Sommer zur Feldarbeit gebraucht - gab es nach den Prüfungen Gebäck und Zuckerwerk und schließlich auch Spiel und Tanz.

Mein Büchlein: Mail-Brandt Bauernweisheiten durchs Jahr,
illustriert mit Miniaturen aus dem Stundenbuch des Duc de Berry, ist erschienen!
Es ist ein Begleiter durch das ländliche Jahr und die Jahreszeiten mit Bauernregeln, Wettersprüchen und altem Wissen rund um Feld, Haus, Hof und Garten, zu Bräuchen und Festen. Nach einer kurzen Einführung und Erklärung der Herkunft des jeweiligen Monatsnamen folgen - nur bewährte, heute noch stimmende - Bauern- und Wetterregeln, das jeweilige Brauchtum des Monats und Hinweise auf anfallende Gartenarbeiten. Sehr schön auch als Mitbringsel für den Gartenbesuch geeignet - oder in einen Blumenstrauß einzzubinden.

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