Donnerstag, 2. Oktober 2014

Der Monat Oktober

Oktober, der fröhliche Wandersmann, pinselt noch schnell Wald, Heide und Hecken an (Bauernregel).

October kommt von octo = acht; es war der achte Monat im alten römischen Kalender. Windumemanoth vom lateinischen vindemia bedeutet soviel wie Weinlese , weshalb man ja auch vom "Weinmnat" spricht. Unter Karl dem Großen erhielt der Oktober die Bezeichnung Weinlesemonat. Sämond nannte man den Oktober, weil jetzt die Wintersaat begann, Reifmond und Welkmonat erklären sich selbst. Der alte Monatsname Flüghelmuun steht für Vogelmonat; in diesem Monat begann die Vogeljagd.

Das Wort "Herbst" (Herbstmond, Herbstmonat, Erntemonat), ist mit dem englischen "harvest" und dem lateinischen "carpere" verwandt, was beides so viel bedeutet wie "pflücken" und "Ernte". Ursprünglich bedeutete Herbst also "Zeit der Früchte", "Zeit des Pflückens" bzw. "Erntezeit". Den Beginn des Spätherbstes nach dem phänologischen Kalender kennzeichnet im Oktober der Laubabfall; vom "Goldenen Oktober" spricht man im Zusammenhang mit dem Altweibersommer. Gilbhart - von "gilb", was im altdeutschen gelb heißt, deutet auf die Vergilbung des Laubes hin. In der Landwirtschaft wird die Arbeit allmählich eingestellt,

Dem "goldenen" Oktober gewidmet ist die Rose 'Goldener Oktober'

Rose Goldener Oktober Foto Hilscher
Rose Goldener Oktober Foto Hilscher


Sich als meistens zutreffend erwiesene Bauernregeln:
Oktober rauh, Januar flau
Je süßer der Gilbhart reifet den Wein, desto strenger die Januarkälte wird sein.
Wenn im Oktober viel Nebel wallen, wird reichlich Schnee im Winter fallen.

Oktoberlied von Theodor Storm

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Und geht es draußen noch so toll,
Unchristlich oder christlich,
Ist doch die Welt, die schöne Welt,
So gänzlich unverwüstlich!

Und wimmert auch einmal das Herz -
Stoß an und laß es klingen!
Wir wissen's doch, ein rechtes Herz
Ist gar nicht umzubringen.

Der Nebel steigt, es fällt das Laub;
Schenk ein den Wein, den holden!
Wir wollen uns den grauen Tag
Vergolden, ja vergolden!

Wohl ist es Herbst; doch warte nur,
Doch warte nur ein Weilchen!
Der Frühling kommt, der Himmel lacht,
Es steht die Welt in Veilchen.



Die blauen Tage brechen an,
Und ehe sie verfließen,
Wir wollen sie, mein wackrer Freund,
Genießen, ja genießen!

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