Dienstag, 3. Januar 2012

Friedrichjahr 2012 - Kartoffel / Sanssouci

2012 jährt sich der Geburtstag von Friedrich II, König von Preußen (1712-1786) am 24.01. zum 300. Mal.


Zahlreiche Legenden, seit Generationen üerliefert, ranken sich um die „Kartoffelbefehle“ des Königs, auch "Der alte Fritz" genannt.
Dieses Gemälde von Robert Müller, gen. Warthmüller (1859-1895) : "Der König überall" zeigt, wie sich der König von der Durchsetzung seines Kartoffelbefehls überzeugt; hier als Video
Erwiesen ist, dass Friedrich der Kartoffel mit der Verordnung vom 24.3.1756 an alle preußischen Beamten, sämtlichen Untertanen den Kartoffelanbau "begreiflich" zu machen, zum Durchbruch verhalf.

Das Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zeigt zum "Friedrich-Jahr 2012" vom 20.7-28. 28.10) eine Ausstellung über den (König und die Kartoffel - Entstehung und Fortschreibung des Mythos vom 18. Jahrhundert bis heute, Entwicklungsgeschichte der Kartoffel.


Linktipp: Die Kartoffel - Botanisches, Geschichtliches und Volksbrauchtum.


Friedrich der Große ist aber vor allem für uns Gartenfreunde interessant, weil er Schloß und Park Sanssouci am Südhang des Bornstedter Höhenzugs in der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam schuf, dem sogar eine Rose gewidmet ist: Sanssouci'
Ursprünglich war es nur ein Terrassengarten, den Friedrich 1744 zur Aufzucht von Pflaumen, Feigen und Wein auf einem Berg vor den Toren Potsdams anlegen ließ. Doch wegen der außerordentlich schönen Aussicht ließ der König schon ein Jahr später Nach eigenen Skizzen ein Lustschloss im Stil des Rokoko oberhalb der Terrassen erbauen. Das " Weinberghäuschen", wie es Friedrich nannte, wurde in der damaligen Rekordzeit von nur zwei Jahren 1745-1747 von Knobelsdorff erbaut.
Friedrich II. legte bei der gesamten Anlage des Parks großen Wert die Verbindung von Zier- und Nutzgarten. Er war schon in jungen Jahren ein Feinschmecker, liebte Obst und frisches Gemüse. In der Nähe befand sich ein Küchengarten, den sein Vater schon 1715 hatte anlegen lassen. In den folgenden Jahren entstanden, angepasst an die Hügellandschaft, weitere Schlossgebäude, während die Hänge für Zier- und Gemüsegärten genutzt wurden. Unterhalb der Anhöhe wurde im Parterre 1745 ein barocker Ziergarten angelegt.


Auch wenn spätere Überformungen durch Peter Joseph Lenné im Kernbereich oder kriegsbedingte Verluste das Bild der Gärten teilweise verändert haben, so konnte doch ihre Struktur weitgehend überdauern. Sanssouci ist heute Welterbe unter dem Schutz der UNESCO. mehr zu Friedrich II und Park Sanssouci


Buchtipp: Dohna, Gräfin Ursula zu Die Gärten Friedrichs des Großen und seiner Geschwister Stapp 1999

1 Kommentar:

Renate Waas hat gesagt…

Ein sehr interessanter Beitrag! Sanssouci möchte ich auch gerne mal wieder bereisen!
Herzliche Grüße und Dir noch ein Gutes Neues Jahr mit vielen Gartenreisen und interessanten Eindrücken!
Renate