Mittwoch, 30. Juli 2014

Tag der Freundschaft


Zum heutigen Internationalen Tag der Freundschaft (engl. International Day of Friendship) - ein jährlich am 30. Juli begangener Gedenktag, der an die Bedeutung der Freundschaft zwischen Personen, Ländern und Kulturen erinnern soll zwei Zitate und ein Rosenfoto...

Rose Sonne der Freundschaft Foto Brandt
Rose Sonne der Freundschaft

Wahre Freundschaft ist
eine sehr langsam
wachsende Pflanze.

(George Washington (1732-1799)

Ein Freund ist jemand,
der deinen kaputten Zaun übersieht,
aber die Blumen deines Gartens bewundert.

(Wilhelm Raabe (1831-1910))

Samstag, 26. Juli 2014

Robert Zander Geburtstag

Geburtstag hat heute: Dr. phil. Robert Zander (26.7.1892 - 8.5.1969)
Zander Handwörterbuch der Pflanzennamen

"Der Zander" - das Handwörterbuch der Pflanzennamen ist allen Gartenfreaks ein Begriff. Lange Zeit war der Botaniker und Gartenbauwissenschaftler Zander Schriftleiter einiger Zeitschriften, darunter der altberühmten "Gartenflora".

Die Arbeit an der gartenbaulichen Nomenklatur führte ihn in den Internationalen Gartenbau-Nomenklaturausschuss und bis zu seinem Tode war er tätiges Mitglied des Deutschen Arbeitskreises für Gartenbau-Nomenklatur.
Zander baute die Bücherei des deutschen Gartenbaues in Berlin auf, mit 54.000 Bänden eine der reichhaltigsten Gartenbaubüchereien der Welt. Die Karteikarten, die damals entstanden, zeugen von einer mühsamen Arbeit, deren Ergebnisse noch heute denen zugute kommen, die auf gartenbaulichem Gebiet wissenschaftlich arbeiten.

Heute noch gibt es die zweimal jährlich von der Gartenbaubücherei herausgegebene Zeitschrift Zandera, inzwischen unter der Redaktion von Clemens Alexander Wimmer, in der man interessante Abhandlungen über alte Gartenbücher und die jweiligen Neueinstellungen findet.

Linktipps: Mehr über Robert Zander und weitere Veröffentlichungen
Gedenkseite zum 35. Todestag Zanders

Samstag, 7. Juni 2014

Rosenfest zur Pfingstzeit

Fest der Rosenkönigin in Ungarn zur Pfingstzeit

Seit alter Zeit bestand in vielen Ortschaften Ungarns die Sitte, um die Pfingstzeit, wo die Rosen am herrlichsten blühen, eine Dorfschöne zur Rosenkönigin zu erwählen und sie im festlichen Zuge in dem Orte umherzuführen. Allmählich war diese Sitte während der Türkenherrschaft in Vergessenheit gerathen, und erst in neuester Zeit wurden Versuche gemacht, sie von Neuem zu beleben.
Unter Anderem wußte der vor einem Jahre verstorbene ungarische Magnat Graf Guido Karácsonyi das Fest der Rosenkönigin in sinniger Weise mit einer Hochzeitsfeier zu verschmelzen. Er hat zu diesem Zwecke für die Einwohner seiner großen Besitzungen eine Stiftung von 20 000 Gulden gemacht, deren Zinsen alljährlich einer tugendhaften und armen Braut aus Vörösvár, Solmár und Szent-Iván als Heirathsgut zum Geschenke gemacht werden. Die Freude des Hochzeitstages soll nach seiner Bestimmung noch dadurch besonders erhöht werden, daß die glückliche Braut an demselben als Rosenkönigin gefeiert wird.

Sonnig, heiter ist der Tag, ein echter Festtag! Alles ist fröhlich, übermüthig gestimmt! Wie stolz und stattlich sitzt der junge Brautführer auf seinem Rappen, der den alten Gutsherrn durch Scharren zu begrüßen scheint, wie munter schaut der Bräutigam drein, wie hoch heben sich die Spitzen seines schwarzen Schnurrbartes bei dem überlauten „Eljen“, das er seiner gütigen Herrschaft zuruft! Und wie freundlich lächeln uns die schonen Freundinnen der rosengekrönten Braut an, die neben ihrem Triumphwagen schreitend Rosen streuen.
Sie haben ihre Gärtchen wohl ganz beraubt, um den Wagen ihrer Freundin so herrlich zu schmücken; sie selber haben sich nicht minder geschmückt, ihre schönste Tracht angelegt, und diese bunte Tracht ist so malerisch, daß uns daneben die modische der beiden eleganten Edeldamen nicht mehr in das Bild passen will, und wir wünschten, sie hätten sich, wie der alte Gutsherr, auch mit dem Nationalkostüm bekleidet.
Und die Braut – sie senkt ihr liebliches Köpfchen, als sei sie beschämt durch die ihr erwiesene Ehre; sie träumt wohl von vergangenen Tagen und kommenden Freuden – sie lauscht der herzbewegenden Streichmusik der Zigeuner, die wirklich Zauber ausüben können durch ihre wunderbaren Melodien.
Unmittelbar nach der Trauung wird der jungen Frau das Heirathsgut ausgezahlt und ein Festgelage, welches gleichfalls aus der Stiftungskasse bestritten wird, beschließt die Feier des Tages.

Quelle: T. S. Das Fest der Rosenkönigin aus: Die Gartenlaube, Heft 24 /1886, S. 416, 424

Ich wünsche allen schöne Pfingsttage!